Steuern & Abgaben · Grunderwerbsteuer

Grunderwerbsteuer Sachsen

In Sachsen beträgt die Grunderwerbsteuer 5,5 % des Kaufpreises. Bei 400.000 € Kaufpreis fallen also 22.000 € Grunderwerbsteuer an. Seit dem 1. Januar 2023 gilt dieser Satz — zuvor waren es 3,5 %, das Land hat ihn also angehoben.

5,5% des
Kaufpreises
2 Prozentpunkte über dem bundesrechtlichen Regelsatz von 3,5 %.
SachsenLandesgesetzseit 2023
Bei 400.000 € Kaufpreis
22.000 €

So viel Grunderwerbsteuer fällt in Sachsen bei einem Kaufpreis von 400.000 € an — einmalig, aus Eigenkapital, zusätzlich zu Notar, Grundbuch und ggf. Makler.

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Rechenbeispiel · 5,5 %

Grunderwerbsteuer in Sachsen nach Kaufpreis

Die Rechnung ist simpel: Kaufpreis × 5,5 %. Bewegliches Zubehör (z. B. eine mitgekaufte Einbauküche) lässt sich im Vertrag gesondert ausweisen und senkt die Bemessungsgrundlage.

KaufpreisRechnungGrunderwerbsteuer
200.000 €200.000 € × 5,5 %11.000 €
300.000 €300.000 € × 5,5 %16.500 €
400.000 €400.000 € × 5,5 %22.000 €
500.000 €500.000 € × 5,5 %27.500 €

⚠ Ohne gesondert ausgewiesenes Zubehör und ohne Ermäßigungen. Rechtsgrundlage: Sächsisches Gesetz zur Festsetzung des Grunderwerbsteuersatzes (Haushaltsbegleitgesetz 2023/24). Orientierung, keine Steuerberatung.

Im Ländervergleich

Sachsen im Vergleich zu den anderen Ländern

Die Grunderwerbsteuer reicht bundesweit von 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein). Sachsen liegt mit 5,5 % im Mittelfeld.

Zum 1. Januar 2023 hat Sachsen den Satz von 3,5 % auf 5,5 % angehoben.

Alle 16 Länder mit Karte und Kostenmatrix stehen im Grunderwerbsteuer-Ländervergleich.

Zahlen einordnen

Wie du diese Zahl liest

Was die Zahl zeigt

Der Satz gilt für den Kauf von Grundstücken und Immobilien in diesem Bundesland. Die Steuer wird nach der notariellen Beurkundung vom Finanzamt festgesetzt; erst nach Zahlung erteilt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung, ohne die kein Eigentumsübergang ins Grundbuch eingetragen wird.

Wie du sie liest

Kaufpreis × Satz = Grunderwerbsteuer. Bewegliches Zubehör (z. B. mitgekaufte Einbauküche, Markise) lässt sich im Kaufvertrag gesondert ausweisen und mindert die Bemessungsgrundlage — sauber belegt ist das legal und spart bares Geld.

Wo die Grenze liegt

Der Prozentsatz ist verbindlich; unser Beispiel rechnet ohne gesondert ausgewiesenes Zubehör und ohne Ermäßigungen. Das ist eine Orientierung, keine Steuerberatung — der Bescheid deines Finanzamts ist maßgeblich.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen?

5,5 % des Kaufpreises. Bei 400.000 € sind das 22.000 € — bei 300.000 € entsprechend 16.500 €.

Wer legt den Satz in Sachsen fest?

Das Land selbst über ein eigenes Steuersatzgesetz (Sächsisches Gesetz zur Festsetzung des Grunderwerbsteuersatzes (Haushaltsbegleitgesetz 2023/24)). Die Grundlage dafür ist Art. 105 Abs. 2a GG, der den Ländern seit 2006 die Satzhoheit gibt.

Hat sich der Satz in Sachsen zuletzt geändert?

Ja. Zum 1. Januar 2023 wurde er von 3,5 % auf 5,5 % erhöht. Für Käufe ab diesem Stichtag gilt der neue, höhere Satz.

Kommen zur Grunderwerbsteuer weitere Kaufnebenkosten?

Ja. Notar und Grundbuch schlagen als Faustregel mit rund 2 % zu Buche, ein Makler (falls beauftragt) mit einer verhandelbaren Käufercourtage, häufig rund 3,57 % inklusive Umsatzsteuer. Zusammen mit der Grunderwerbsteuer summieren sich die Nebenkosten oft auf 9–12 % des Kaufpreises — Geld, das zusätzlich zum Kaufpreis als Eigenkapital bereitstehen muss.

Das fragen sich viele als Nächstes

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