Bevölkerung · Amtliche Zeitreihen · Destatis
Demografie in Deutschland: Bevölkerung, Geburten, Ehen, Migration und Lebenserwartung
Deutschland ist mit rund 83,5 Millionen Menschen so bevölkerungsreich wie nie — doch das Wachstum trägt allein die Zuwanderung: Es kommen weniger Kinder zur Welt (1,32 je Frau), es wird seltener geheiratet, und der Anteil von Menschen ohne deutschen Pass und mit Migrationshintergrund steigt. Zugleich leben wir länger denn je. Hier siehst du die wichtigsten amtlichen Destatis-Zeitreihen, ehrlich eingeordnet.
Die Demografie in vier Kurven
Vier amtliche Jahres-Zeitreihen nebeneinander. Zusammen erzählen sie eine Geschichte: mehr Menschen im Land, aber weniger Geburten und weniger Ehen — das rechnerische Plus kommt von der Zuwanderung. Jede Grafik lässt sich auf eine Tabelle umschalten.
Bevölkerung83,5 Mio. · 2025*
Auf Rekordniveau — aber das Plus trägt allein die Zuwanderung.
Kurzfassung: Von 80,3 Mio. im Jahr 2011auf 83,5 Mio. im Jahr 2025.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.
| Jahr | Bevölkerung (Mio.) |
|---|---|
| 2011 | 80,3 Mio. |
| 2012 | 80,5 Mio. |
| 2013 | 80,8 Mio. |
| 2014 | 81,2 Mio. |
| 2015 | 82,2 Mio. |
| 2016 | 82,5 Mio. |
| 2017 | 82,8 Mio. |
| 2018 | 83,0 Mio. |
| 2019 | 83,2 Mio. |
| 2020 | 83,2 Mio. |
| 2021 | 83,2 Mio. |
| 2022 | 83,1 Mio. |
| 2023 | 83,5 Mio. |
| 2024 | 83,6 Mio. |
| 2025 | 83,5 Mio. |
Geburtenrate1,32 Kinder je Frau · 2025*
Nach dem Hoch 2021 Jahr für Jahr gefallen — auf den tiefsten Nachkriegswert.
Kurzfassung: Von 1,39 Kinder je Frau im Jahr 2011auf 1,32 Kinder je Frau im Jahr 2025.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.
| Jahr | Geburtenrate (Kinder je Frau) |
|---|---|
| 2011 | 1,39 Kinder je Frau |
| 2012 | 1,41 Kinder je Frau |
| 2013 | 1,42 Kinder je Frau |
| 2014 | 1,48 Kinder je Frau |
| 2015 | 1,51 Kinder je Frau |
| 2016 | 1,60 Kinder je Frau |
| 2017 | 1,58 Kinder je Frau |
| 2018 | 1,58 Kinder je Frau |
| 2019 | 1,56 Kinder je Frau |
| 2020 | 1,55 Kinder je Frau |
| 2021 | 1,61 Kinder je Frau |
| 2022 | 1,49 Kinder je Frau |
| 2023 | 1,39 Kinder je Frau |
| 2024 | 1,35 Kinder je Frau |
| 2025 | 1,32 Kinder je Frau |
Eheschließungen348.813 Ehen · 2025*
Langfristig rückläufig, mit scharfer Corona-Delle 2020/21.
Kurzfassung: Von 377.816 Ehen im Jahr 2011auf 348.813 Ehen im Jahr 2025.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.
| Jahr | Eheschließungen (Ehen) |
|---|---|
| 2011 | 377.816 Ehen |
| 2012 | 387.423 Ehen |
| 2013 | 373.655 Ehen |
| 2014 | 385.952 Ehen |
| 2015 | 400.115 Ehen |
| 2016 | 410.426 Ehen |
| 2017 | 407.466 Ehen |
| 2018 | 449.466 Ehen |
| 2019 | 416.324 Ehen |
| 2020 | 373.304 Ehen |
| 2021 | 357.785 Ehen |
| 2022 | 390.743 Ehen |
| 2023 | 360.979 Ehen |
| 2024 | 349.216 Ehen |
| 2025 | 348.813 Ehen |
Ausländeranteil16,9 % · 2025*
Klar gestiegen — der Sprung 2022 ist teils der Zensus-Effekt.
Kurzfassung: Von 8,6 % im Jahr 2011auf 16,9 % im Jahr 2025.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.
| Jahr | Ausländeranteil (%) |
|---|---|
| 2011 | 8,6 % |
| 2012 | 9,0 % |
| 2013 | 9,5 % |
| 2014 | 10,0 % |
| 2015 | 11,1 % |
| 2016 | 12,2 % |
| 2017 | 12,8 % |
| 2018 | 13,1 % |
| 2019 | 13,5 % |
| 2020 | 13,7 % |
| 2021 | 14,2 % |
| 2022 | 16,1 % |
| 2023 | 16,7 % |
| 2024 | 16,8 % |
| 2025 | 16,9 % |
* jüngster Jahreswert noch vorläufig (erste Schätzung, endgültiger Wert folgt).
⚠ Bevölkerung & Ausländeranteil: Destatis-Fortschreibung (Zensus 2022). Geburtenziffer und Eheschließungen: amtliche Bevölkerungsstatistik. Details und Quellen auf den Unterseiten.
Jede Demografie-Zahl im Detail
Je Kennzahl eine Zeitreihe mit Höchst- und Tiefpunkt, Tabelle und ehrlichen Grenzen.
Was diese Zeitreihen sagen — und was nicht
Die Reihen zeigen die amtliche Entwicklung der wichtigsten Bevölkerungs-Kennzahlen über die Jahre: wie viele Menschen im Land leben, wie viele Kinder geboren werden, wie oft geheiratet wird, wie groß der Anteil ohne deutschen Pass und mit Migrationshintergrund ist und wie lange Menschen leben.
Die Kennzahlen hängen zusammen: Eine niedrige Geburtenziffer und eine steigende Lebenserwartung lassen die Gesellschaft altern; das Bevölkerungsplus stammt dann fast nur aus der Zuwanderung. Achte auf die Einheiten — Millionen, Kinder je Frau, Prozent, absolute Zahl — sie sind nicht direkt vergleichbar, wohl aber die Richtung der Kurven.
Es sind Bundeswerte; Regionen, Alters- und Bildungsgruppen weichen teils stark ab. Der Zensus 2022 bricht mehrere Reihen (Bevölkerung, Ausländeranteil, Geburtenziffer) methodisch. Der Mikrozensus (Migrationshintergrund) ist eine Stichprobe. Die Lebenserwartung ist eine Momentaufnahme der Sterblichkeit, keine Prognose. Der jeweils jüngste Jahreswert ist oft noch vorläufig.
Kurz beantwortet
Wächst oder schrumpft Deutschlands Bevölkerung?
Aktuell wächst sie leicht — aber nur durch Zuwanderung. Weil weit weniger Kinder geboren werden, als Menschen sterben, würde die Einwohnerzahl ohne Nettozuzug sinken. Ende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland.
Warum wirken manche Zahlen ab 2022 wie ein Sprung?
Der Zensus 2022 hat den Bevölkerungsstand gegenüber der alten Zensus-2011-Basis um rund 1,3 Millionen Menschen nach unten korrigiert. Reihen, die auf der Bevölkerung aufbauen (Einwohnerzahl, Ausländeranteil, Geburtenziffer), haben deshalb einen methodischen Bruch — kein realer Einbruch.
Ist Ausländeranteil dasselbe wie Migrationshintergrund?
Nein. Der Ausländeranteil zählt nur Menschen ohne deutschen Pass. Der Migrationshintergrund ist weiter gefasst (inklusive Eingebürgerter und hier geborener Kinder zugewanderter Eltern) und deshalb deutlich größer. Beide haben hier eine eigene Seite.
Wie alt werden Menschen in Deutschland?
Nach der Sterbetafel 2023/2025 hat ein neugeborener Junge eine Lebenserwartung von 78,8 Jahren, ein Mädchen von 83,4 Jahren — neue Höchstwerte. Das ist eine Momentaufnahme der heutigen Sterblichkeit, keine Prognose.