Bevölkerung · Amtliche Zeitreihen · Destatis

Demografie in Deutschland: Bevölkerung, Geburten, Ehen, Migration und Lebenserwartung

Deutschland ist mit rund 83,5 Millionen Menschen so bevölkerungsreich wie nie — doch das Wachstum trägt allein die Zuwanderung: Es kommen weniger Kinder zur Welt (1,32 je Frau), es wird seltener geheiratet, und der Anteil von Menschen ohne deutschen Pass und mit Migrationshintergrund steigt. Zugleich leben wir länger denn je. Hier siehst du die wichtigsten amtlichen Destatis-Zeitreihen, ehrlich eingeordnet.

Aktuell · Stand 07/2026amtliche Statistik — keine Prognose
Grafik · Vier Kennzahlen im Verlauf

Die Demografie in vier Kurven

Vier amtliche Jahres-Zeitreihen nebeneinander. Zusammen erzählen sie eine Geschichte: mehr Menschen im Land, aber weniger Geburten und weniger Ehen — das rechnerische Plus kommt von der Zuwanderung. Jede Grafik lässt sich auf eine Tabelle umschalten.

Bevölkerung83,5 Mio. · 2025*

Auf Rekordniveau — aber das Plus trägt allein die Zuwanderung.

Kurzfassung: Von 80,3 Mio. im Jahr 2011auf 83,5 Mio. im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

798183852011202580,32025: 83,5*2011: 80,3 Mio.2012: 80,5 Mio.2013: 80,8 Mio.2014: 81,2 Mio.2015: 82,2 Mio.2016: 82,5 Mio.2017: 82,8 Mio.2018: 83,0 Mio.2019: 83,2 Mio.2020: 83,2 Mio.2021: 83,2 Mio.2022: 83,1 Mio.2023: 83,5 Mio.2024: 83,6 Mio.2025: 83,5 Mio.
Details: Bevölkerung →

Geburtenrate1,32 Kinder je Frau · 2025*

Nach dem Hoch 2021 Jahr für Jahr gefallen — auf den tiefsten Nachkriegswert.

Kurzfassung: Von 1,39 Kinder je Frau im Jahr 2011auf 1,32 Kinder je Frau im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

0123201120251,392025: 1,32*2011: 1,39 Kinder je Frau2012: 1,41 Kinder je Frau2013: 1,42 Kinder je Frau2014: 1,48 Kinder je Frau2015: 1,51 Kinder je Frau2016: 1,60 Kinder je Frau2017: 1,58 Kinder je Frau2018: 1,58 Kinder je Frau2019: 1,56 Kinder je Frau2020: 1,55 Kinder je Frau2021: 1,61 Kinder je Frau2022: 1,49 Kinder je Frau2023: 1,39 Kinder je Frau2024: 1,35 Kinder je Frau2025: 1,32 Kinder je Frau
Details: Geburtenrate →

Eheschließungen348.813 Ehen · 2025*

Langfristig rückläufig, mit scharfer Corona-Delle 2020/21.

Kurzfassung: Von 377.816 Ehen im Jahr 2011auf 348.813 Ehen im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

348.812382.364415.915449.46720112025377.8162025: 348.813*2011: 377.816 Ehen2012: 387.423 Ehen2013: 373.655 Ehen2014: 385.952 Ehen2015: 400.115 Ehen2016: 410.426 Ehen2017: 407.466 Ehen2018: 449.466 Ehen2019: 416.324 Ehen2020: 373.304 Ehen2021: 357.785 Ehen2022: 390.743 Ehen2023: 360.979 Ehen2024: 349.216 Ehen2025: 348.813 Ehen
Details: Eheschließungen →

Ausländeranteil16,9 % · 2025*

Klar gestiegen — der Sprung 2022 ist teils der Zensus-Effekt.

Kurzfassung: Von 8,6 % im Jahr 2011auf 16,9 % im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

7111418201120258,62025: 16,9*2011: 8,6 %2012: 9,0 %2013: 9,5 %2014: 10,0 %2015: 11,1 %2016: 12,2 %2017: 12,8 %2018: 13,1 %2019: 13,5 %2020: 13,7 %2021: 14,2 %2022: 16,1 %2023: 16,7 %2024: 16,8 %2025: 16,9 %
Details: Ausländeranteil →

* jüngster Jahreswert noch vorläufig (erste Schätzung, endgültiger Wert folgt).

⚠ Bevölkerung & Ausländeranteil: Destatis-Fortschreibung (Zensus 2022). Geburtenziffer und Eheschließungen: amtliche Bevölkerungsstatistik. Details und Quellen auf den Unterseiten.

Zahlen einordnen

Was diese Zeitreihen sagen — und was nicht

Was die Zahl zeigt

Die Reihen zeigen die amtliche Entwicklung der wichtigsten Bevölkerungs-Kennzahlen über die Jahre: wie viele Menschen im Land leben, wie viele Kinder geboren werden, wie oft geheiratet wird, wie groß der Anteil ohne deutschen Pass und mit Migrationshintergrund ist und wie lange Menschen leben.

Wie du sie liest

Die Kennzahlen hängen zusammen: Eine niedrige Geburtenziffer und eine steigende Lebenserwartung lassen die Gesellschaft altern; das Bevölkerungsplus stammt dann fast nur aus der Zuwanderung. Achte auf die Einheiten — Millionen, Kinder je Frau, Prozent, absolute Zahl — sie sind nicht direkt vergleichbar, wohl aber die Richtung der Kurven.

Wo die Grenze liegt

Es sind Bundeswerte; Regionen, Alters- und Bildungsgruppen weichen teils stark ab. Der Zensus 2022 bricht mehrere Reihen (Bevölkerung, Ausländeranteil, Geburtenziffer) methodisch. Der Mikrozensus (Migrationshintergrund) ist eine Stichprobe. Die Lebenserwartung ist eine Momentaufnahme der Sterblichkeit, keine Prognose. Der jeweils jüngste Jahreswert ist oft noch vorläufig.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wächst oder schrumpft Deutschlands Bevölkerung?

Aktuell wächst sie leicht — aber nur durch Zuwanderung. Weil weit weniger Kinder geboren werden, als Menschen sterben, würde die Einwohnerzahl ohne Nettozuzug sinken. Ende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland.

Warum wirken manche Zahlen ab 2022 wie ein Sprung?

Der Zensus 2022 hat den Bevölkerungsstand gegenüber der alten Zensus-2011-Basis um rund 1,3 Millionen Menschen nach unten korrigiert. Reihen, die auf der Bevölkerung aufbauen (Einwohnerzahl, Ausländeranteil, Geburtenziffer), haben deshalb einen methodischen Bruch — kein realer Einbruch.

Ist Ausländeranteil dasselbe wie Migrationshintergrund?

Nein. Der Ausländeranteil zählt nur Menschen ohne deutschen Pass. Der Migrationshintergrund ist weiter gefasst (inklusive Eingebürgerter und hier geborener Kinder zugewanderter Eltern) und deshalb deutlich größer. Beide haben hier eine eigene Seite.

Wie alt werden Menschen in Deutschland?

Nach der Sterbetafel 2023/2025 hat ein neugeborener Junge eine Lebenserwartung von 78,8 Jahren, ein Mädchen von 83,4 Jahren — neue Höchstwerte. Das ist eine Momentaufnahme der heutigen Sterblichkeit, keine Prognose.

Das fragen sich viele als Nächstes

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