Immobilien · Bauland · Kaufwerte 2020

Baulandpreise nach Bundesland

Baureifes Land kostete 2020 in Deutschland im Schnitt 199 €/m² — der Preis unterschied sich zwischen den Ländern aber enorm: von 46 €/m² in Sachsen-Anhalt bis 1.128 €/m² in Hamburg, also mehr als das Zwanzigfache. Es sind die tatsächlich gezahlten Durchschnittspreise realer Kauffälle (nicht Bodenrichtwerte). 2020 ist der letzte Jahrgang mit einem einheitlichen Ländervergleich; bundesweit sind die Preise seither weiter gestiegen (2024: rund 272 €/m²).

199 €/m²baureifes Land
Deutschland 2020
Durchschnittlicher Kaufwert für baureifes Land, Berichtsjahr 2020 — der letzte einheitliche Ländervergleich. Bundesweit sind die Preise seither weiter gestiegen (Ø 2024: rund 272 €/m², +37 %).
16 BundesländerBerichtsjahr 202084.368 Kauffälle
Spanne der Länder
46 €/m² – 1.128 €/m²

Zwischen Sachsen-Anhalt (46 €/m²) und Hamburg (1.128 €/m²) liegt mehr als das Zwanzigfache — Bauland ist regional extrem ungleich teuer.

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Grafik · Ländervergleich

Wo baureifes Land am teuersten war

Durchschnittlicher Kaufwert je m² für baureifes Land 2020, fünf Klassen vom günstigsten bis zum teuersten Land. Der Süden und die Stadtstaaten liegen vorn, der Osten (außer Berlin) deutlich darunter. Fahre über ein Land für Wert und Kauffälle — oder wechsle zur Tabelle.

  • bis 102 €/m²
  • über 102 bis 121 €/m²
  • über 121 bis 147 €/m²
  • über 147 bis 245 €/m²
  • über 245 €/m²

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⚠ Kaufwerte für baureifes Land, Berichtsjahr 2020 (letzter einheitlicher Ländervergleich). Stadtstaaten (Hamburg, Berlin) sind Ausreißer mit wenigen Kauffällen; ein Landesmittel verdeckt große Unterschiede zwischen Stadt und Land.

Grafik · Rangliste

Baulandpreise je Bundesland — mit Zahl der Kauffälle

Kaufwert baureifes Land je m², absteigend. Die Kauffälle in der Tabelle zeigen, wie belastbar der Wert ist: Stadtstaaten und kleine Länder beruhen auf wenigen Fällen und schwanken stark.

Kaufwerte für Bauland je Bundesland 2020 — baureif, Rohbauland und Kauffälle
Bundeslandbaureif (€/m²)Rohbauland (€/m²)Kauffälle
Hamburg1.128,34 €63,16 €822
Berlin931,49 €776
Bayern348,76 €52,16 €21.901
Baden-Württemberg245,30 €63,05 €5.867
Hessen213,65 €59,70 €6.751
Bremen182,18 €146
Nordrhein-Westfalen147,46 €30,02 €5.384
Rheinland-Pfalz143,33 €59,44 €6.730
Brandenburg134,59 €102,16 €6.039
Sachsen120,75 €33,15 €4.191
Schleswig-Holstein117,58 €25,38 €1.859
Saarland109,18 €17,31 €961
Niedersachsen101,64 €32,80 €15.222
Mecklenburg-Vorpommern62,56 €18,40 €1.866
Thüringen52,77 €14,32 €3.062
Sachsen-Anhalt45,64 €17,87 €2.791
Deutschland198,96 €50,17 €84.368

⚠ „—“ bei Rohbauland = keine oder geheim gehaltene Fälle (Berlin, Bremen). Baureif und Rohbauland nicht verwechseln; Rohbauland ist deutlich günstiger.

Baureif oder Rohbauland · Bundesschnitt

Erschlossen oder nicht — der Preisunterschied

Baureifes Land ist erschlossen und sofort bebaubar, Rohbauland noch nicht. Deshalb kostet Rohbauland nur einen Bruchteil. So groß war der Abstand 2020 im Bundesschnitt:

baureifes Land
199 €/m²
Rohbauland
50 €/m²

Rohbauland kostete 2020 im Schnitt nur 25 % des Preises für baureifes Land — der Rest ist im Wesentlichen der Wert der Erschließung und der Baureife.

⚠ Bundesschnitt 2020. Rohbauland ist als Bauland ausgewiesen, aber noch nicht erschlossen.

Zahlen einordnen

Was der Kaufwert für Bauland zeigt — und was nicht

Was die Zahl zeigt

Den durchschnittlichen Preis je Quadratmeter, der bei tatsächlichen Grundstücksverkäufen für baureifes Land gezahlt wurde — aus der amtlichen Statistik der Baulandverkäufe. Baureifes Land ist erschlossenes, sofort bebaubares Land; Rohbauland (noch nicht erschlossen) ist deutlich günstiger und wird getrennt ausgewiesen.

Wie du sie liest

Der Kaufwert ist etwas anderes als der Bodenrichtwert: Der Bodenrichtwert ist ein gutachterlich abgeleiteter Lagewert (unter anderem für die Steuer), der Kaufwert der real bezahlte Durchschnittspreis. Ein hoher Wert heißt: teures Bauland — getrieben von Nachfrage, Lage und Knappheit. Für den Ländervergleich zählt nur baureifes Land, damit Gleiches mit Gleichem verglichen wird.

Wo die Grenze liegt

Die Werte stammen aus dem Berichtsjahr 2020 — dem letzten Jahrgang mit einem bundesweit einheitlichen Ländervergleich in einer Publikation; danach wurde die Reihe eingestellt. Bundesweit sind die Preise seither gestiegen. Länder mit wenigen Kauffällen (Bremen, Berlin, Hamburg, Saarland) schwanken stark von Jahr zu Jahr — die Stadtstaaten sind ausgesprochene Ausreißer nach oben. Ein Landesdurchschnitt verdeckt riesige Unterschiede zwischen Stadt und Land: In einer Metropole kostet der Quadratmeter ein Vielfaches des Landesmittels.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Was kostete Bauland 2020 je Bundesland?

Baureifes Land kostete 2020 in Deutschland im Schnitt 199 €/m². Am günstigsten war es in Sachsen-Anhalt (46 €/m²), am teuersten in Hamburg (1.128 €/m²). Das sind die real gezahlten Durchschnittspreise aus der amtlichen Statistik der Baulandverkäufe.

Ist der Kaufwert dasselbe wie der Bodenrichtwert?

Nein. Der Bodenrichtwert ist ein gutachterlich abgeleiteter durchschnittlicher Lagewert (er wird unter anderem für die Grundsteuer und die Erbschaftsteuer genutzt). Der Kaufwert ist der Preis, der bei tatsächlichen Verkäufen im Schnitt gezahlt wurde. Beide können auseinanderliegen.

Warum sind die Zahlen von 2020 und nicht aktueller?

2020 ist der letzte Jahrgang, für den das Statistische Bundesamt Bund und alle 16 Länder in einer einheitlichen Publikation ausgewiesen hat — danach wurde die Fachserie eingestellt. Bundesweit sind die Preise seither gestiegen: für 2024 weist Destatis rund 272 €/m² für baureifes Land aus, allerdings ohne vergleichbare Länderaufschlüsselung.

Was ist der Unterschied zwischen baureifem Land und Rohbauland?

Baureifes Land ist erschlossen und sofort bebaubar; Rohbauland ist als Bauland ausgewiesen, aber noch nicht erschlossen — und deutlich günstiger. 2020 kostete Rohbauland in Deutschland im Schnitt nur 50 €/m², baureifes Land dagegen 199 €/m².

Warum sind Hamburg und Berlin so viel teurer?

Weil Bauland in den Stadtstaaten extrem knapp und die Nachfrage hoch ist — hier zählt praktisch nur innerstädtisches Land. Zugleich beruhen die Werte auf wenigen hundert Kauffällen im Jahr und schwanken deshalb stark. Sie sind Ausreißer und nicht mit einem Flächenland vergleichbar.

Woher stammen die Zahlen?

Aus der amtlichen Statistik der Baulandverkäufe des Statistischen Bundesamts (Destatis), Kaufwerte für Bauland, Berichtsjahr 2020. Datenlizenz Deutschland (dl-de/by-2-0). Die Kauffälle der 16 Länder summieren sich exakt auf den Bundeswert.

Das fragen sich viele als Nächstes

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