Arbeit · Krankenstand · Jahresreihe

Krankheitstage in Deutschland

2024 waren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland durchschnittlich 14,8 Arbeitstage krankgemeldet. Das waren 0,4 Tage weniger als 2023, aber 3,6 Tage mehr als 2021; die eAU seit 2022 kann die Erfassung vollständiger machen.

14,8Arbeitstage
Aktuell · Stand 12/2024
Aktuell
14,8 Tage
2024 · Deutschland
Vorjahr
15,2 Tage
−0,4 Tage gegenüber 2023
Seit 2021
+3,6 Tage
mehr gemeldete Arbeitstage
Tiefpunkt
8,1 Tage
2007 · aktuell rund 83 % darüber
Zeitreihe · 1991-2024

Krankgemeldete Arbeitstage je Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer

Nach dem Tiefpunkt 2007 stieg die Reihe langfristig wieder an. Der kräftige Sprung ab 2022 bleibt erklärungsbedürftig, weil sich mit der eAU auch die Meldelogik verändert hat.

Kurzfassung: Von 12,7 Tage im Jahr 1991auf 14,8 Tage im Jahr 2024.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

7101417199120241991: 12,7Tiefpunkt 2007Hochpunkt 20232024: 14,81991: 12,7 Tage1992: 12,7 Tage1993: 12,3 Tage1994: 12,4 Tage1995: 13,0 Tage1996: 12,0 Tage1997: 10,8 Tage1998: 10,7 Tage1999: 10,9 Tage2000: 10,8 Tage2001: 10,6 Tage2002: 10,2 Tage2003: 9,2 Tage2004: 8,7 Tage2005: 9,2 Tage2006: 8,3 Tage2007: 8,1 Tage2008: 8,6 Tage2009: 8,8 Tage2010: 9,4 Tage2011: 9,7 Tage2012: 9,3 Tage2013: 9,5 Tage2014: 9,5 Tage2015: 10,0 Tage2016: 10,8 Tage2017: 10,6 Tage2018: 10,6 Tage2019: 10,9 Tage2020: 11,2 Tage2021: 11,2 Tage2022: 14,8 Tage2023: 15,2 Tage2024: 14,8 Tage

⚠ Destatis weist darauf hin, dass nicht jede Fehlzeit erfasst wird. Der Sprung ab 2022 ist auch durch die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beeinflusst.

Zahl einordnen

Was die Zahl sagt — und was nicht

Die Reihe zeigt gemeldete Krankheitstage im Jahresdurchschnitt. Sie ist stark genug, um den langfristigen Verlauf zu sehen: niedrige Werte Mitte der 2000er, höhere Werte seit 2022. Sie sagt aber nicht, welche Diagnosen dahinterstehen, ob Beschäftigte, Betriebe oder Praxen ihr Verhalten geändert haben, und sie misst keine Selbstständigen.

Deshalb ist die faire Lesart eng: Die gemeldeten Krankheitstage liegen deutlich über 2021, aber der Erfassungsbruch durch die eAU gehört in denselben Satz.

Streit-Check

Was die Daten tragen

AussageWas die Daten zeigenGrenze
Die Menschen sind seit 2022 viel häufiger krank.Die gemeldeten Tage stiegen von 11,2 Tage im Jahr 2021 auf 14,8 Tage im Jahr 2022 und 14,8 Tage im Jahr 2024.Die eAU kann die Meldungen vollständiger gemacht haben; Ursache und Erfassung sind hier nicht sauber trennbar.
2024 ist ein Rekordjahr.Nein. In dieser CSV liegt 2023 mit 15,2 Tage über 2024 mit 14,8 Tage.Das gilt für die Destatis/IAB-Reihe, nicht für jede andere AU-Statistik.
2007 war der Tiefpunkt.Ja. Der niedrigste Wert der Reihe liegt bei 8,1 Tage im Jahr 2007.Die Reihe beginnt 1991; frühere westdeutsche Reihen werden hier nicht gemischt.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie viele Krankheitstage gab es 2024?

2024 waren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland im Durchschnitt 14,8 Tage krankgemeldet. 2023 lag der Wert bei 15,2 Tage.

Warum ist der Vergleich ab 2022 schwierig?

Seit 01.01.2022 wird die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schrittweise genutzt. Destatis weist darauf hin, dass die Erfassung dadurch vollständiger geworden sein kann. Der Sprung ab 2022 ist deshalb nicht automatisch ein reiner Gesundheits-Effekt.

Sind das alle Krankheitstage?

Nein. Die Reihe zeigt krankgemeldete Arbeitstage je Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer. Nicht jede Fehlzeit wird erfasst; außerdem sind Selbstständige und Diagnose-Details nicht Teil dieser Kennzahl.

Das fragen sich viele als Nächstes

Datenpflege

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