Demografie · Zeitreihe · 2011–2025
Ausländeranteil an der Bevölkerung: Entwicklung 2011–2025
Ende 2025 hatten 16,9 % der in Deutschland gemeldeten Menschen keine deutsche Staatsangehörigkeit (noch vorläufig) — nach 8,6 % zu Beginn der Reihe. Der Anteil ist über die Jahre klar gestiegen, getragen von Zuwanderung. Der Wert ist eine Eigenberechnung: die Ausländerzahl des Ausländerzentralregisters geteilt durch die Gesamtbevölkerung. Die Bevölkerungsfortschreibung selbst weist einen etwas niedrigeren eigenen Ausländeranteil aus (rund 14,8 % Ende 2024), weil sie zensusbasiert weniger Ausländer zählt.
2025 · vorläufig
Der Ausländeranteil hat sich seit 2011 fast verdoppelt
Anteil der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit an der Bevölkerung (Eigenberechnung: Ausländerzentralregister ÷ Bevölkerungsfortschreibung, jeweils 31.12.). Wechsle bei Bedarf von der Grafik zur Tabelle mit allen Jahreswerten.
Kurzfassung: Von 8,6 % im Jahr 2011auf 16,9 % im Jahr 2025.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.
| Jahr | Ausländeranteil (%) |
|---|---|
| 2011 | 8,6 % |
| 2012 | 9,0 % |
| 2013 | 9,5 % |
| 2014 | 10,0 % |
| 2015 | 11,1 % |
| 2016 | 12,2 % |
| 2017 | 12,8 % |
| 2018 | 13,1 % |
| 2019 | 13,5 % |
| 2020 | 13,7 % |
| 2021 | 14,2 % |
| 2022 | 16,1 % |
| 2023 | 16,7 % |
| 2024 | 16,8 % |
| 2025 | 16,9 % |
⚠ Eigenberechnung aus zwei Destatis-Reihen (AZR-Ausländerzahl ÷ Bevölkerungsstand). Die Bevölkerungsfortschreibung selbst weist einen niedrigeren eigenen Ausländeranteil aus (rund 14,8 % Ende 2024), weil sie zensusbasiert weniger Ausländer zählt. 2025 vorläufig.
Der Zensus 2022 hat die Basis verschoben
Der Sprung 2021→2022 (rund +1,9 Prozentpunkte) hat zwei Ursachen zugleich: Der Zuzug von Geflüchteten aus der Ukraine erhöhte die Ausländerzahl um rund 1,6 Millionen, und der Zensus 2022 senkte gleichzeitig die Gesamtbevölkerung im Nenner. Beides zusammen lässt den Anteil in einem Jahr ungewöhnlich stark steigen.
Was der Ausländeranteil sagt — und welche Zahl du siehst
Die Reihe zeigt den Anteil der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit an der in Deutschland gemeldeten Bevölkerung. Es geht um den Pass, nicht um Herkunft oder Migrationsgeschichte — Eingebürgerte zählen als Deutsche.
Der Anteil steigt vor allem durch Zuwanderung, gedämpft durch Einbürgerungen und Geburten. Wir zeigen den in sich stimmigen Wert aus der Bevölkerungsfortschreibung: Zähler (Ausländer) und Nenner (Gesamtbevölkerung) stammen aus derselben Zensus-2022-Basis.
Das Ausländerzentralregister weist eine höhere absolute Ausländerzahl aus als die Fortschreibung, weil es andere Aufenthalts- und Meldekonstellationen erfasst — je nach Quelle kursieren daher unterschiedliche Prozentwerte. Staatsangehörigkeit ≠ Migrationshintergrund; dafür gibt es die eigene Reihe.
Kurz beantwortet
Wie hoch ist der Wert 2025?
Ausländeranteil an der Bevölkerung: 2025 rund 16,9 % (noch vorläufig, endgültiger Wert folgt). Zu Beginn der Zeitreihe (2011) waren es 8,6 %.
Ist „Ausländeranteil" dasselbe wie „Migrationshintergrund"?
Nein. Der Ausländeranteil zählt nur Menschen ohne deutschen Pass. Der Migrationshintergrund ist weiter gefasst und schließt Eingebürgerte und in Deutschland geborene Kinder zugewanderter Eltern ein — er ist deshalb deutlich größer. Beide haben hier eine eigene Seite.
Warum kursieren unterschiedliche Ausländerzahlen?
Weil zwei amtliche Quellen unterschiedlich zählen: Die Bevölkerungsfortschreibung (hier gezeigt, Zensus-2022-Basis) und das Ausländerzentralregister erfassen verschiedene Aufenthalts- und Meldekonstellationen. Das Register weist mehr Ausländer aus als die Fortschreibung.