Sicherheit · PKS-Zeitreihe · 2013–2025
Straftaten gegen das Leben: Fälle und Aufklärung 2013–2025
Straftaten gegen das Leben (§§ 211–222 StGB): Die Polizei hat 2025 bundesweit 3.114 Fälle registriert — 2,1 % weniger als im Vorjahr. Aufgeklärt wurden 91,0 %. Kein anderes Delikt wird so gründlich ermittelt — rund neun von zehn Fällen sind aufgeklärt; die vorsätzlichen Kerndelikte sind Mord und Totschlag. Alle Zahlen stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik und zeigen das Hellfeld — nur angezeigte Taten, nicht die tatsächliche Kriminalität.
2025 · −2,1 % ggü. Vorjahr
So haben sich die Fallzahlen entwickelt
Alle Straftaten gegen das Leben — Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen und fahrlässige Tötung. Die vorsätzlichen Kerndelikte Mord und Totschlag machen den Großteil aus; der übrige Teil ist überwiegend fahrlässige Tötung (etwa im Straßenverkehr). Wechsle bei Bedarf von der Grafik zur Tabelle mit allen Jahreswerten.
Kurzfassung: Von 2.951 Fälle im Jahr 2013auf 3.114 Fälle im Jahr 2025.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.
| Jahr | Erfasste Fälle |
|---|---|
| 2013 | 2.951 Fälle |
| 2014 | 2.962 Fälle |
| 2015 | 2.991 Fälle |
| 2016 | 3.242 Fälle |
| 2017 | 3.227 Fälle |
| 2018 | 3.254 Fälle |
| 2019 | 3.054 Fälle |
| 2020 | 3.289 Fälle |
| 2021 | 2.980 Fälle |
| 2022 | 3.077 Fälle |
| 2023 | 3.083 Fälle |
| 2024 | 3.182 Fälle |
| 2025 | 3.114 Fälle |
⚠ Tötungsdelikte werden mit Abstand am intensivsten ermittelt — daher die sehr hohe Aufklärungsquote um 90 %. Die Zahl schwankt von Jahr zu Jahr nur wenig; einzelne Ereignisse können sie merklich verschieben. Ein Großteil der Fälle sind Versuche, keine vollendeten Tötungen.
Wie viele Fälle aufgeklärt werden
Die Aufklärungsquote ist der Anteil der Fälle, zu denen die Polizei mindestens einen Tatverdächtigen ermittelt hat — unabhängig von der Bevölkerung und damit über die Jahre gut vergleichbar.
Kurzfassung: Von 91,8 % im Jahr 2013auf 91,0 % im Jahr 2025.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.
| Jahr | Aufklärungsquote |
|---|---|
| 2013 | 91,8 % |
| 2014 | 93,2 % |
| 2015 | 91,0 % |
| 2016 | 91,6 % |
| 2017 | 92,1 % |
| 2018 | 92,4 % |
| 2019 | 90,1 % |
| 2020 | 89,6 % |
| 2021 | 88,4 % |
| 2022 | 88,8 % |
| 2023 | 89,5 % |
| 2024 | 89,0 % |
| 2025 | 91,0 % |
Woraus sich die Zahl zusammensetzt
Die Gesamtzahl bündelt mehrere Straftatbestände. So verteilt sie sich 2025:
| Tatbestand | Fälle 2025 | Aufklärung |
|---|---|---|
| Straftaten gegen das Leben insgesamt §§ 211–222 StGB | 3.114 | 91,0 % |
| Mord § 211 StGB | 784 | 94,1 % |
| Totschlag und Tötung auf Verlangen §§ 212, 213, 216 StGB | 1.669 | 94,6 % |
Was die Zahlen zu Tötungsdelikten sagen — und was nicht
Alle Straftaten gegen das Leben — Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen und fahrlässige Tötung. Die Zahl schwankt von Jahr zu Jahr nur wenig und liegt seit Jahren um die 3.000 Fälle.
Ein großer Teil dieser Fälle sind Versuche, keine vollendeten Tötungen — die Statistik zählt beides. Mord und Totschlag sind die vorsätzlichen Kerndelikte; der übrige Teil ist überwiegend fahrlässige Tötung, etwa im Straßenverkehr. Die Aufklärungsquote von rund 90 % ist die höchste aller großen Deliktsgruppen.
Weil die Zahlen klein sind, können einzelne Ereignisse oder Ermittlungskomplexe einen Jahreswert merklich verschieben — kurzfristige Ausschläge sind kein Trend. „Straftaten gegen das Leben" ist mehr als „Morde": Wer nur vorsätzliche Tötungen meint, muss auf Mord und Totschlag schauen.
Kurz beantwortet
Wie viele Fälle von Tötungsdelikte gab es 2025 in Deutschland?
2025 registrierte die Polizei bundesweit 3.114 Fälle von Tötungsdelikte (§§ 211–222 StGB) — 2,1 % weniger als im Vorjahr (3.182). Die Aufklärungsquote lag bei 91,0 %.
Was bedeutet die Häufigkeitszahl (HZ)?
Die Häufigkeitszahl ist die Zahl der Fälle je 100.000 Einwohner — sie macht Regionen und Jahre trotz unterschiedlicher Bevölkerung vergleichbar. Für Tötungsdelikte lag sie 2025 bei 3,7. Achtung: Ab 2024 rechnet das BKA mit der neuen Zensus-2022-Bevölkerung, deshalb ist die HZ ab 2024 nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar — die absoluten Fallzahlen bleiben vergleichbar.
Zeigt die Statistik die tatsächliche Kriminalität?
Nein. Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet nur das Hellfeld ab — Taten, die angezeigt oder von der Polizei entdeckt wurden. Wie viel tatsächlich passiert (das Dunkelfeld), zeigen erst Opferbefragungen. Mehr registrierte Fälle können auch schlicht mehr Anzeigen oder mehr Kontrollen bedeuten.
Wie viele Morde gibt es in Deutschland pro Jahr?
2025 registrierte die Polizei 784 Fälle von Mord (§ 211 StGB) und 1.669 Fälle von Totschlag (§§ 212, 213 StGB). Wichtig: Ein Teil davon sind Versuche. Die restlichen Straftaten gegen das Leben sind überwiegend fahrlässige Tötungen.