Sicherheit · PKS-Zeitreihe · 2013–2025

Raub und räuberische Erpressung: Fälle und Aufklärung 2013–2025

Raub und räuberische Erpressung (§§ 249–252, 255, 316a StGB): Die Polizei hat 2025 bundesweit 40.119 Fälle registriert — 7,1 % weniger als im Vorjahr. Aufgeklärt wurden 62,4 %. Die Aufklärungsquote ist über die Jahre spürbar gestiegen und liegt inzwischen bei gut sechs von zehn Fällen. Alle Zahlen stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik und zeigen das Hellfeld — nur angezeigte Taten, nicht die tatsächliche Kriminalität.

40.119Fälle
2025 · −7,1 % ggü. Vorjahr
Aktuell · Stand 04/2026Hellfeld — nur angezeigte Taten
Fälle 2025
40.119
−7,1 % gegenüber 2024
Aufklärungsquote 2025
62,4 %
gestiegen über die Jahre
Häufigkeitszahl 2025
48,0
je 100.000 Einw. · ab 2024 neue Zensus-Basis
Höchststand 2013
47.234
meiste Fälle seit 2013
Grafik · Erfasste Fälle 2013–2025

So haben sich die Fallzahlen entwickelt

Wegnahme einer fremden Sache mit Gewalt oder Drohung gegen Leib und Leben — vom Handtaschenraub bis zum Raubüberfall. Enthält auch räuberische Erpressung und den räuberischen Angriff auf Kraftfahrer. Wechsle bei Bedarf von der Grafik zur Tabelle mit allen Jahreswerten.

Kurzfassung: Von 47.234 Fälle im Jahr 2013auf 40.119 Fälle im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

30.12435.82841.53147.235201320252013: 47.234Tief 20212025: 40.1192013: 47.234 Fälle2014: 45.475 Fälle2015: 44.666 Fälle2016: 43.009 Fälle2017: 38.849 Fälle2018: 36.756 Fälle2019: 36.052 Fälle2020: 33.872 Fälle2021: 30.125 Fälle2022: 38.195 Fälle2023: 44.857 Fälle2024: 43.194 Fälle2025: 40.119 Fälle

⚠ Raub ist ein Gewaltdelikt mit relativ hoher Aufklärungsquote. Die Fallzahl fiel bis 2021 (Pandemie, weniger Publikum im öffentlichen Raum) und stieg danach wieder — 2025 liegt sie erneut niedriger.

Grafik · Aufklärungsquote 2013–2025

Wie viele Fälle aufgeklärt werden

Die Aufklärungsquote ist der Anteil der Fälle, zu denen die Polizei mindestens einen Tatverdächtigen ermittelt hat — unabhängig von der Bevölkerung und damit über die Jahre gut vergleichbar.

Kurzfassung: Von 51,7 % im Jahr 2013auf 62,4 % im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

50555964201320252013: 51,7 %2025: 62,4 %2013: 51,7 %2014: 51,6 %2015: 51,7 %2016: 52,0 %2017: 55,1 %2018: 57,0 %2019: 59,0 %2020: 60,9 %2021: 61,7 %2022: 59,9 %2023: 60,1 %2024: 60,8 %2025: 62,4 %
Zahlen einordnen

Was die Raub-Zahlen sagen — und was nicht

Was die Zahl zeigt

Registrierte Fälle von Raub und räuberischer Erpressung sowie die Aufklärungsquote. Die Fallzahl fiel bis zum Pandemie-Tief 2021 und stieg danach wieder an.

Wie du sie liest

Raub ist ein Gewaltdelikt, das stark vom Publikumsaufkommen im öffentlichen Raum abhängt — deshalb der Einbruch 2020/2021. Bemerkenswert: Die Aufklärungsquote ist über die Jahre von rund 52 % auf über 60 % gestiegen.

Wo die Grenze liegt

Enthalten sind sehr unterschiedliche Taten — vom Handtaschenraub bis zum bewaffneten Überfall. Angezeigt wird Raub häufiger als etwa Diebstahl, aber auch hier fehlt das Dunkelfeld. Die HZ ist ab 2024 zensusbedingt nur eingeschränkt mit früher vergleichbar.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie viele Fälle von Raub gab es 2025 in Deutschland?

2025 registrierte die Polizei bundesweit 40.119 Fälle von Raub (§§ 249–252, 255, 316a StGB) — 7,1 % weniger als im Vorjahr (43.194). Die Aufklärungsquote lag bei 62,4 %.

Was bedeutet die Häufigkeitszahl (HZ)?

Die Häufigkeitszahl ist die Zahl der Fälle je 100.000 Einwohner — sie macht Regionen und Jahre trotz unterschiedlicher Bevölkerung vergleichbar. Für Raub lag sie 2025 bei 48,0. Achtung: Ab 2024 rechnet das BKA mit der neuen Zensus-2022-Bevölkerung, deshalb ist die HZ ab 2024 nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar — die absoluten Fallzahlen bleiben vergleichbar.

Zeigt die Statistik die tatsächliche Kriminalität?

Nein. Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet nur das Hellfeld ab — Taten, die angezeigt oder von der Polizei entdeckt wurden. Wie viel tatsächlich passiert (das Dunkelfeld), zeigen erst Opferbefragungen. Mehr registrierte Fälle können auch schlicht mehr Anzeigen oder mehr Kontrollen bedeuten.

Ist Raub dasselbe wie Diebstahl?

Nein. Diebstahl (§ 242 StGB) ist die heimliche Wegnahme. Raub (§ 249 StGB) ist die Wegnahme mit Gewalt oder Drohung gegen Leib und Leben — deshalb ein Gewaltdelikt und deutlich schwerer strafbar. Auch die räuberische Erpressung zählt dazu.

Das fragen sich viele als Nächstes

Datenpflege

Wie aktuell ist diese Seite?

Der Daten-Status zeigt Quelle, Stand und nächsten Prüftermin. Neue Veröffentlichungen erscheinen zusätzlich im RSS-Feed. Quelle und Prüftermin ansehen · RSS-Feed