Sicherheit · PKS-Zeitreihe · 2013–2025

Körperverletzung: Fälle und Aufklärung 2013–2025

Körperverletzung (§§ 223–227, 229, 231 StGB): Die Polizei hat 2025 bundesweit 617.257 Fälle registriert — 1,4 % weniger als im Vorjahr. Aufgeklärt wurden 87,5 %. Körperverletzung wird überdurchschnittlich häufig aufgeklärt, weil sich Täter und Opfer oft kennen. Alle Zahlen stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik und zeigen das Hellfeld — nur angezeigte Taten, nicht die tatsächliche Kriminalität.

617.257Fälle
2025 · −1,4 % ggü. Vorjahr
Aktuell · Stand 04/2026Hellfeld — nur angezeigte Taten
Fälle 2025
617.257
−1,4 % gegenüber 2024
Aufklärungsquote 2025
87,5 %
hoch — Täter oft bekannt
Häufigkeitszahl 2025
738,5
je 100.000 Einw. · ab 2024 neue Zensus-Basis
Höchststand 2024
626.045
meiste Fälle seit 2013
Grafik · Erfasste Fälle 2013–2025

So haben sich die Fallzahlen entwickelt

Wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt. Der Summenschlüssel umfasst einfache, gefährliche/schwere und fahrlässige Körperverletzung sowie Körperverletzung mit Todesfolge. Wechsle bei Bedarf von der Grafik zur Tabelle mit allen Jahreswerten.

Kurzfassung: Von 533.590 Fälle im Jahr 2013auf 617.257 Fälle im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

483.702531.150578.598626.046201320252013: 533.590Tief 2021Hoch 20242025: 617.2572013: 533.590 Fälle2014: 527.429 Fälle2015: 528.863 Fälle2016: 573.450 Fälle2017: 558.506 Fälle2018: 554.635 Fälle2019: 546.363 Fälle2020: 530.087 Fälle2021: 483.703 Fälle2022: 572.219 Fälle2023: 612.955 Fälle2024: 626.045 Fälle2025: 617.257 Fälle

⚠ Körperverletzung wird überdurchschnittlich oft aufgeklärt, weil Täter und Opfer sich häufig kennen. Ein Teil des Anstiegs seit 2021 geht auf ein verändertes Anzeigeverhalten zurück — das Dunkelfeld bleibt außen vor.

Grafik · Aufklärungsquote 2013–2025

Wie viele Fälle aufgeklärt werden

Die Aufklärungsquote ist der Anteil der Fälle, zu denen die Polizei mindestens einen Tatverdächtigen ermittelt hat — unabhängig von der Bevölkerung und damit über die Jahre gut vergleichbar.

Kurzfassung: Von 88,7 % im Jahr 2013auf 87,5 % im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

86888991201320252013: 88,7 %2025: 87,5 %2013: 88,7 %2014: 88,9 %2015: 88,8 %2016: 88,9 %2017: 88,8 %2018: 88,5 %2019: 88,6 %2020: 89,1 %2021: 89,3 %2022: 87,6 %2023: 87,5 %2024: 87,6 %2025: 87,5 %
Zusammensetzung 2025

Woraus sich die Zahl zusammensetzt

Die Gesamtzahl bündelt mehrere Straftatbestände. So verteilt sie sich 2025:

TatbestandFälle 2025Aufklärung
Körperverletzung insgesamt
§§ 223–227, 229, 231 StGB
617.25787,5 %
davon gefährliche und schwere Körperverletzung
§§ 224, 226, 226a, 231 StGB
155.00280,4 %
Zahlen einordnen

Was die Körperverletzungs-Zahlen sagen — und was nicht

Was die Zahl zeigt

Die Zeitreihe zeigt die bundesweit registrierten Fälle von Körperverletzung (alle Varianten von der einfachen bis zur gefährlichen/schweren) und die Aufklärungsquote. Die Fallzahl ist nach einem Tief 2021 wieder deutlich gestiegen.

Wie du sie liest

Die absoluten Fälle sind über die Jahre vergleichbar. Die hohe Aufklärungsquote (rund 88 %) ist typisch für Beziehungstaten: Der Täter ist oft bekannt. Ein Teil des Anstiegs seit 2021 spiegelt auch eine höhere Anzeigebereitschaft, nicht nur mehr Taten.

Wo die Grenze liegt

Die PKS zählt nur angezeigte Taten (Hellfeld). Gerade bei Gewalt im sozialen Nahraum ist das Dunkelfeld groß. Die Häufigkeitszahl je 100.000 Einwohner ist ab 2024 wegen der neuen Zensus-2022-Bevölkerungsbasis nicht mehr direkt mit den Vorjahren vergleichbar — die Fallzahlen schon.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie viele Fälle von Körperverletzung gab es 2025 in Deutschland?

2025 registrierte die Polizei bundesweit 617.257 Fälle von Körperverletzung (§§ 223–227, 229, 231 StGB) — 1,4 % weniger als im Vorjahr (626.045). Die Aufklärungsquote lag bei 87,5 %.

Was bedeutet die Häufigkeitszahl (HZ)?

Die Häufigkeitszahl ist die Zahl der Fälle je 100.000 Einwohner — sie macht Regionen und Jahre trotz unterschiedlicher Bevölkerung vergleichbar. Für Körperverletzung lag sie 2025 bei 738,5. Achtung: Ab 2024 rechnet das BKA mit der neuen Zensus-2022-Bevölkerung, deshalb ist die HZ ab 2024 nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar — die absoluten Fallzahlen bleiben vergleichbar.

Zeigt die Statistik die tatsächliche Kriminalität?

Nein. Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet nur das Hellfeld ab — Taten, die angezeigt oder von der Polizei entdeckt wurden. Wie viel tatsächlich passiert (das Dunkelfeld), zeigen erst Opferbefragungen. Mehr registrierte Fälle können auch schlicht mehr Anzeigen oder mehr Kontrollen bedeuten.

Was ist der Unterschied zwischen einfacher und gefährlicher Körperverletzung?

Einfache Körperverletzung (§ 223 StGB) ist die vorsätzliche körperliche Misshandlung. Gefährliche und schwere Körperverletzung (§§ 224, 226 StGB) liegt vor, wenn etwa eine Waffe, gemeinschaftliches Handeln oder eine das Leben gefährdende Behandlung hinzukommt — sie wird härter bestraft. Von den 617.257 Körperverletzungen 2025 entfielen 155.002 auf die gefährliche/schwere Variante.

Das fragen sich viele als Nächstes

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