Sicherheit · PKS-Zeitreihe · 2013–2025
Sachbeschädigung: Fälle und Aufklärung 2013–2025
Sachbeschädigung (§§ 303–305a StGB): Die Polizei hat 2025 bundesweit 545.279 Fälle registriert — 2,2 % weniger als im Vorjahr. Aufgeklärt wurden 24,3 %. Aufgeklärt wird nur rund ein Viertel — die Tat passiert meist anonym und unbeobachtet. Alle Zahlen stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik und zeigen das Hellfeld — nur angezeigte Taten, nicht die tatsächliche Kriminalität.
2025 · −2,2 % ggü. Vorjahr
So haben sich die Fallzahlen entwickelt
Rechtswidrige Beschädigung oder Zerstörung einer fremden Sache — von zerkratzten Autos über eingeschlagene Scheiben bis zu Graffiti. Wechsle bei Bedarf von der Grafik zur Tabelle mit allen Jahreswerten.
Kurzfassung: Von 621.699 Fälle im Jahr 2013auf 545.279 Fälle im Jahr 2025.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.
| Jahr | Erfasste Fälle |
|---|---|
| 2013 | 621.699 Fälle |
| 2014 | 601.112 Fälle |
| 2015 | 577.017 Fälle |
| 2016 | 596.367 Fälle |
| 2017 | 577.010 Fälle |
| 2018 | 560.977 Fälle |
| 2019 | 563.062 Fälle |
| 2020 | 576.444 Fälle |
| 2021 | 550.613 Fälle |
| 2022 | 568.887 Fälle |
| 2023 | 556.189 Fälle |
| 2024 | 557.309 Fälle |
| 2025 | 545.279 Fälle |
⚠ Sachbeschädigung hat eine der niedrigsten Aufklärungsquoten überhaupt (rund ein Viertel): Die Tat passiert meist anonym und unbeobachtet. Viele kleinere Schäden werden gar nicht erst angezeigt — das Dunkelfeld ist groß.
Wie viele Fälle aufgeklärt werden
Die Aufklärungsquote ist der Anteil der Fälle, zu denen die Polizei mindestens einen Tatverdächtigen ermittelt hat — unabhängig von der Bevölkerung und damit über die Jahre gut vergleichbar.
Kurzfassung: Von 25,1 % im Jahr 2013auf 24,3 % im Jahr 2025.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.
| Jahr | Aufklärungsquote |
|---|---|
| 2013 | 25,1 % |
| 2014 | 24,9 % |
| 2015 | 24,8 % |
| 2016 | 24,8 % |
| 2017 | 25,3 % |
| 2018 | 26,2 % |
| 2019 | 25,2 % |
| 2020 | 25,5 % |
| 2021 | 25,5 % |
| 2022 | 25,3 % |
| 2023 | 25,0 % |
| 2024 | 24,5 % |
| 2025 | 24,3 % |
Was die Sachbeschädigungs-Zahlen sagen — und was nicht
Registrierte Fälle von Sachbeschädigung (zerkratzte Autos, eingeschlagene Scheiben, Graffiti u. a.) und die Aufklärungsquote. Die Fallzahl geht über die Jahre leicht zurück.
Mit rund einem Viertel hat Sachbeschädigung eine der niedrigsten Aufklärungsquoten überhaupt: Die Tat passiert anonym und unbeobachtet, ein Täter ist selten zu ermitteln. Die registrierte Zahl hängt stark vom Anzeigeverhalten ab.
Das Dunkelfeld ist besonders groß: Viele kleinere Schäden werden gar nicht angezeigt, weil sich der Aufwand nicht lohnt. Die Fallzahl misst also eher, was gemeldet wird, als was tatsächlich passiert.
Kurz beantwortet
Wie viele Fälle von Sachbeschädigung gab es 2025 in Deutschland?
2025 registrierte die Polizei bundesweit 545.279 Fälle von Sachbeschädigung (§§ 303–305a StGB) — 2,2 % weniger als im Vorjahr (557.309). Die Aufklärungsquote lag bei 24,3 %.
Was bedeutet die Häufigkeitszahl (HZ)?
Die Häufigkeitszahl ist die Zahl der Fälle je 100.000 Einwohner — sie macht Regionen und Jahre trotz unterschiedlicher Bevölkerung vergleichbar. Für Sachbeschädigung lag sie 2025 bei 652,4. Achtung: Ab 2024 rechnet das BKA mit der neuen Zensus-2022-Bevölkerung, deshalb ist die HZ ab 2024 nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar — die absoluten Fallzahlen bleiben vergleichbar.
Zeigt die Statistik die tatsächliche Kriminalität?
Nein. Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet nur das Hellfeld ab — Taten, die angezeigt oder von der Polizei entdeckt wurden. Wie viel tatsächlich passiert (das Dunkelfeld), zeigen erst Opferbefragungen. Mehr registrierte Fälle können auch schlicht mehr Anzeigen oder mehr Kontrollen bedeuten.
Zählt Graffiti als Sachbeschädigung?
Ja. Das unerlaubte Aufsprühen von Graffiti ist seit 2005 ausdrücklich als Sachbeschädigung strafbar (§ 303 Abs. 2 StGB), auch ohne dauerhafte Substanzverletzung. Die PKS führt Graffiti zusätzlich als eigene Unterkategorie.