Sicherheit · PKS-Zeitreihe · 2013–2025

Fahrraddiebstahl: Fälle und Aufklärung 2013–2025

Fahrraddiebstahl (§§ 242, 243 StGB): Die Polizei hat 2025 bundesweit 214.264 Fälle registriert — 12,9 % weniger als im Vorjahr. Aufgeklärt wurden 9,8 %. Nur etwa jeder zehnte Fall wird aufgeklärt — das ist die niedrigste Quote der großen Delikte. Alle Zahlen stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik und zeigen das Hellfeld — nur angezeigte Taten, nicht die tatsächliche Kriminalität.

214.264Fälle
2025 · −12,9 % ggü. Vorjahr
Aktuell · Stand 04/2026Hellfeld — nur angezeigte Taten
Fälle 2025
214.264
−12,9 % gegenüber 2024
Aufklärungsquote 2025
9,8 %
sehr niedrig — Täter selten fassbar
Häufigkeitszahl 2025
256,4
je 100.000 Einw. · ab 2024 neue Zensus-Basis
Höchststand 2014
339.760
meiste Fälle seit 2013
Grafik · Erfasste Fälle 2013–2025

So haben sich die Fallzahlen entwickelt

Diebstahl von Fahrrädern — einfacher und schwerer Diebstahl zusammengefasst. Wechsle bei Bedarf von der Grafik zur Tabelle mit allen Jahreswerten.

Kurzfassung: Von 316.857 Fälle im Jahr 2013auf 214.264 Fälle im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

214.263256.096297.928339.761201320252013: 316.857Hoch 20142025: 214.2642013: 316.857 Fälle2014: 339.760 Fälle2015: 335.174 Fälle2016: 332.486 Fälle2017: 300.006 Fälle2018: 292.015 Fälle2019: 277.874 Fälle2020: 260.956 Fälle2021: 233.584 Fälle2022: 265.562 Fälle2023: 264.062 Fälle2024: 245.868 Fälle2025: 214.264 Fälle

⚠ Fahrraddiebstahl hat die niedrigste Aufklärungsquote der großen Delikte (rund jeder zehnte Fall): Das Rad ist schnell weg, selten individuell zu identifizieren und der Täter praktisch nie zu ermitteln. Viele Diebstähle werden nur für die Versicherung angezeigt.

Grafik · Aufklärungsquote 2013–2025

Wie viele Fälle aufgeklärt werden

Die Aufklärungsquote ist der Anteil der Fälle, zu denen die Polizei mindestens einen Tatverdächtigen ermittelt hat — unabhängig von der Bevölkerung und damit über die Jahre gut vergleichbar.

Kurzfassung: Von 9,6 % im Jahr 2013auf 9,8 % im Jahr 2025.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du das Diagramm horizontal verschieben.

781011201320252013: 9,6 %2025: 9,8 %2013: 9,6 %2014: 9,6 %2015: 9,1 %2016: 8,8 %2017: 9,1 %2018: 9,3 %2019: 9,2 %2020: 9,8 %2021: 9,9 %2022: 9,3 %2023: 9,3 %2024: 9,7 %2025: 9,8 %
Zahlen einordnen

Was die Fahrraddiebstahl-Zahlen sagen — und was nicht

Was die Zahl zeigt

Registrierte Fälle von Fahrraddiebstahl (einfach und schwer zusammen) und die Aufklärungsquote. Die Fallzahl sinkt über die Jahre und erreicht 2025 den niedrigsten Wert der Reihe.

Wie du sie liest

Die Aufklärungsquote ist mit rund 10 % die niedrigste der großen Delikte: Ein gestohlenes Rad ist schnell weg, selten individuell identifizierbar und der Täter praktisch nie zu ermitteln. Viele Diebstähle werden nur für die Versicherung angezeigt.

Wo die Grenze liegt

Weil so viele Taten nur wegen der Versicherung (oder gar nicht) angezeigt werden, hängt die Fallzahl stark am Meldeverhalten. Der Rückgang der letzten Jahre ist real, sollte aber nicht mit „das Problem ist gelöst" verwechselt werden — das Dunkelfeld bleibt hoch.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie viele Fälle von Fahrraddiebstahl gab es 2025 in Deutschland?

2025 registrierte die Polizei bundesweit 214.264 Fälle von Fahrraddiebstahl (§§ 242, 243 StGB) — 12,9 % weniger als im Vorjahr (245.868). Die Aufklärungsquote lag bei 9,8 %.

Was bedeutet die Häufigkeitszahl (HZ)?

Die Häufigkeitszahl ist die Zahl der Fälle je 100.000 Einwohner — sie macht Regionen und Jahre trotz unterschiedlicher Bevölkerung vergleichbar. Für Fahrraddiebstahl lag sie 2025 bei 256,4. Achtung: Ab 2024 rechnet das BKA mit der neuen Zensus-2022-Bevölkerung, deshalb ist die HZ ab 2024 nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar — die absoluten Fallzahlen bleiben vergleichbar.

Zeigt die Statistik die tatsächliche Kriminalität?

Nein. Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet nur das Hellfeld ab — Taten, die angezeigt oder von der Polizei entdeckt wurden. Wie viel tatsächlich passiert (das Dunkelfeld), zeigen erst Opferbefragungen. Mehr registrierte Fälle können auch schlicht mehr Anzeigen oder mehr Kontrollen bedeuten.

Lohnt es sich, einen Fahrraddiebstahl anzuzeigen?

Für die Aufklärung sind die Chancen gering (rund jeder zehnte Fall). Eine Anzeige lohnt sich trotzdem: Sie ist meist Voraussetzung für die Hausrat- oder Fahrradversicherung, und über die Rahmennummer taucht ein sichergestelltes Rad im Fahndungssystem wieder auf. Notiere dir deshalb immer die Rahmennummer.

Das fragen sich viele als Nächstes

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