Pflege · Vollstationär · Hessen
Pflegeheim-Eigenanteil Hessen
In Hessen zahlst du im ersten Jahr im Pflegeheim durchschnittlich 3.431 € Eigenanteil pro Monat. Das sind rund 67 € mehr als im Bundesdurchschnitt (3.364 €). Der Betrag ist für Pflegegrad 2 bis 5 gleich hoch und sinkt, je länger du im Heim wohnst.
im 1. Jahr
So weit sinkt der Eigenanteil in Hessen, wenn du länger als drei Jahre im Heim wohnst — der Leistungszuschlag trägt dann 75 % des pflegebedingten Anteils.
Verweildauer ansehen →Wie der Eigenanteil in Hessen mit den Jahren sinkt
Der Leistungszuschlag nach § 43c SGB XI senkt den pflegebedingten Anteil gestaffelt — von 15 % im ersten Jahr auf 75 % ab dem vierten. Unterkunft, Verpflegung und Investition bleiben gleich.
| Wohndauer | Leistungszuschlag | Eigenanteil / Monat | Entlastung ggü. 1. Jahr |
|---|---|---|---|
| bis 12 Monate | 15 % | 3.431 € | — |
| 13. bis 24. Monat | 30 % | 3.096 € | − 335 € |
| 25. bis 36. Monat | 50 % | 2.649 € | − 782 € |
| ab dem 37. Monat | 75 % | 2.091 € | − 1.340 € |
⚠ Der 15-%-Zuschlag des ersten Jahres ist im veröffentlichten Gesamtwert bereits enthalten; höhere Stufen mindern nur den pflegebedingten Anteil.
Für Pflegegrad 2 bis 5 zahlst du in Hessen dasselbe
Der pflegebedingte Eigenanteil ist einrichtungseinheitlich (§ 84 Abs. 2 SGB XI): Innerhalb eines Heims zahlen alle Bewohner mit Pflegegrad 2 bis 5 denselben pflegebedingten Betrag. Möglich ist das, weil die Pflegekasse für höhere Grade mehr zuschießt — die Mehrkosten der intensiveren Pflege trägt also die Kasse, nicht der Bewohner.
| Pflegegrad | Zuschuss der Pflegekasse | dein Eigenanteil (1. Jahr) |
|---|---|---|
| Pflegegrad 2 | 805 € | 3.431 € |
| Pflegegrad 3 | 1.319 € | 3.431 € |
| Pflegegrad 4 | 1.855 € | 3.431 € |
| Pflegegrad 5 | 2.096 € | 3.431 € |
| Pflegegrad 1 | 131 € | fester Entlastungsbetrag, kein Heim-Zuschuss |
Alle 16 Länder mit Karte und Aufschlüsselung stehen im Pflegeheim-Ländervergleich. Die Leistungsbeträge erklärt die Seite Pflegegrad-Leistungen.
⚠ Leistungsbeträge § 43 Abs. 2 SGB XI (seit 1.1.2025). Der Eigenanteil ist ein Landesdurchschnitt; das konkrete Heim kann abweichen. Keine Rechtsberatung.
Hessen im Vergleich zu den anderen Ländern
Der Eigenanteil reicht bundesweit von 2.891 € in Sachsen-Anhalt bis 3.761 € in Bremen. Hessen liegt mit 3.431 € über dem Bundesschnitt von 3.364 € — Platz 6 von 16.
- Hamburg3.481 €+50 €
- Berlin3.388 €−43 €
- Rheinland-Pfalz3.289 €−142 €
Wie du diese Zahl liest
Der Wert ist der durchschnittliche monatliche Eigenanteil im ersten Heimjahr in diesem Bundesland — nach Abzug des Pflegekassen-Zuschusses und des 15-%-Leistungszuschlags. Er umfasst den pflegebedingten Eigenanteil, Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten.
Der pflegebedingte Anteil ist für Pflegegrad 2 bis 5 identisch — höher eingestuft heißt also nicht automatisch höherer Eigenanteil, weil die Pflegekasse für höhere Grade mehr zahlt. Mit der Wohndauer steigt der Leistungszuschlag von 15 auf bis zu 75 Prozent des pflegebedingten Anteils, der Eigenanteil sinkt entsprechend.
Es ist ein Landesdurchschnitt; das konkrete Heim kann teurer oder günstiger sein. Der Wert enthält keine individuellen Zusatzleistungen. Reicht das eigene Einkommen und Vermögen nicht, greift die Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII. Orientierung, keine Rechtsberatung.
Kurz beantwortet
Wie hoch ist der Pflegeheim-Eigenanteil in Hessen?
Durchschnittlich 3.431 € pro Monat im ersten Heimjahr (Stand 1. Juli 2026, vdek). Das liegt rund 67 € über dem Bundesdurchschnitt (3.364 €).
Gilt der Betrag in Hessen für jeden Pflegegrad?
Der pflegebedingte Anteil ist für Pflegegrad 2 bis 5 gleich — deshalb ist der Eigenanteil in einem Heim für diese Grade identisch. Pflegegrad 1 hat im Pflegeheim keinen Anspruch auf den Zuschuss der Pflegekasse; hier gibt es nur einen festen Entlastungsbetrag von 131 € im Monat.
Wird der Eigenanteil in Hessen mit der Zeit günstiger?
Ja. Der Leistungszuschlag nach § 43c SGB XI senkt den pflegebedingten Anteil mit der Wohndauer — von 15 % im ersten Jahr auf 75 % ab dem vierten. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten bleiben gleich, sodass der Gesamt-Eigenanteil zwar sinkt, aber nicht im selben Tempo.
Woher stammen die Zahlen?
Aus der Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) auf Basis der Pflegedatenbank der Ersatzkassen, Stand 1. Juli 2026. Es sind Landesdurchschnitte — ein einzelnes Heim kann deutlich abweichen.